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Gefahrguttransport mit der Bahn, Beschilderung
Gefahrgut Frankfurt


Dieser Artikel wurde verfasst von > José Reyes Schmitt von der Firma Dangerous Goods & Safety Services Frankfurt

Gefahrgüter sind Stoffe, die aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrer chemischen oder physikalischen Eigenschaften beim Transport ein erhebliches Gefahrpotenzial in Frankfurt und Rhein-Main bergen. Wenn beispielsweise die Gefahr besteht, dass durch einen Unfall chemische Stoffe in die Umwelt gelangen, die negative gesundheitliche Auswirkungen haben, müssen gesetzliche Regelungen für einen Transport dieser Güter strengstens eingehalten werden.

Dangerous Goods & Safety Services Frankfurt. Gefahrgut, Arbeitssicherheit, Ladungssicherheit, Feuerlöschtraining
So finden sich auf Gefahrguttransporten Warntafeln und sogenannte Gefahrzettel, die auf die Zusammensetzung des Transportgutes hinweisen. Im Falle eines Unfalls sollen diese Hinweise den Rettungskräften helfen, die notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr schnell zu erkennen und einzuleiten. Der Begriff des Gefahrguts darf nicht mit dem Begriff des „gefährlichen Guts“ zum Beispiel im Sinne von § 410 HGB verwechselt werden. Letzteres ist nur aufgrund der Art des Transports gefährlich, stellt für sich genommen jedoch keine Gefahr dar.

Für den Transport von Gefahrgütern im Verkehr gibt es zahlreiche Vorschriften. Diese beziehen sich zum Beispiel auf die Kennzeichnung, die Verpackung und die Art des Transports. Spezielle Regelungen gelten auch für die Lagerung und Verwendung gefährlicher Stoffe (Gefahrstoffrecht). Für die Beförderung von Gefahrstoffen gibt es grenzüberschreitende internationale Regelungen, die zum Teil von der UNO erlassen wurden.

Auf internationaler Ebene sind vor allem wichtig:
  • das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR),
  • die Regelung zur internationalen Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr (RID) oder
  • der IMGD-Code für die Seeschifffahrt.

Diese internationalen Abkommen wurden von den meisten Staaten in nationales Recht umgesetzt. Wer mit der Beförderung von Gefahrgütern betraut ist, muss für diese Aufgabe eine ADR-Bescheinigung vorweisen. Alle Personen, die an einer Gefahrgut-Beförderung beteiligt sind, müssen Kenntnisse nachweisen, die sich auf Vorschriften über die Gefahrgüter beziehen. Zu diesem Zweck finden regelmäßige Schulungen statt. Unternehmen müssen grundsätzlich über einen Gefahrgutbeauftragten verfügen, wenn sie mit dem Transport von Gefahrgütern beschäftigt sind.

Gefahrguttransport mit der Bahn Rhein Main Gebiet
Neben der ADR-Bescheinigung für Personen gibt es die ADR-Zulassung für Kraftfahrzeuge, die für den Transport von Gefahrgütern verwendet werden. Die Vorschriften bestimmen zusätzlich, dass bei allen Gefahrtransporten eine bestimmte Ausrüstung mitgenommen werden muss, die dem Schutz von Personen im Falle eines Unfalls dient, aber auch die Absicherung der Unfallstelle, die Beseitigung von gefährlichen Stoffen oder die Bekämpfung von Bränden erleichtert. Fahrzeuge müssen besonders gekennzeichnet werden. Bestimmte Transportdokumente müssen mitgeführt werden. Die Regelungen für den Straßenverkehr gelten entsprechend auch für Transporte auf der Schiene, auf dem Wasser und in der Luft.

Die Beförderung von Gefahrgütern im Luftverkehr unterliegt komplexen Transportvorschriften und strengen Sicherheitsbestimmungen. Beim Luftfrachttransport u. a. am Flughafen Frankfurt werden entzündbare, giftige, ätzende oder explosive Substanzen aber teilweise auch ganz alltägliche Güter wie Batterien und Haushaltschemikalien als Gefahrgut eingestuft.

Gefahrgut am Flughafen Frankfurt
Besonders wichtig sind die sogenannten schriftlichen Weisungen („Unfallmerkblätter“), die bei jedem Transport mitzuführen sind. Diese geben Informationen darüber, wie mit den Gütern umzugehen ist und wie im Fall eines Unfalls vorgegangen werden muss. Diese Weisungen richten sich an das Fahrpersonal und sind in einer standardisierten Form gemäß ADR abzufassen (vier zusammenhängende Seiten mit Piktogrammen). Sie müssen in einer Sprache abgefasst sein, die von den Fahrern des Gefahrguttransports gelesen und verstanden werden kann. Die Weisungen müssen griffbereit („in leicht zugänglicher Form“) in der Fahrerkabine aufbewahrt werden.

Insgesamt gibt es neun Gefahrgutklassen. Jede Gefahrgutklasse hat ein eigenes Symbol für Warntafeln, mit dem auf die Art des Gefahrguts hingewiesen wird. Dieses ist auch für Laien verständlich (zum Beispiel die Darstellung einer Explosion auf dem Gefahrgut der Klasse 1).

Wichtige Gefahrgutklassen sind unter anderem
  • explosive Stoffe (Klasse 1),
  • Gase (Klasse 2),
  • brennbare Flüssigkeiten (Klasse 3),
  • giftige oder ansteckende Stoffe (Klasse 6),
  • radioaktive (Klasse 7) oder
  • ätzende Stoffe (Klasse 8).
Eine wichtige Funktion für den Umgang mit Gefahrgütern bietet auch die Datenbank Gefahrgut als Teil des Informationssystems zum Gefahrgut in Deutschland. Für mehr als 9.000 Gefahrstoffe bietet diese Datenbank Informationen zu Gefahrgutklassen und Verpackungsgruppen, Klassifizierungscode und Beförderungskategorie. Der kostenfrei zugängliche Teil der Datenbank bietet nur Grundinformationen, ein uneingeschränkter Zugang ist kostenpflichtig.
Gefahrgutschulung
Gefahrgutschulungen bereiten die Teilnehmer für die Prüfung zur ADR-Bescheinigung vor. Diese Bescheinigung ist Voraussetzung dafür, Gefahrgüter auf der Straße zu transportieren. Schulungsveranstalter wie beispielsweise der TÜV oder die Industrie- und Handelskammer bieten Basiskurse, in denen innerhalb von drei Tagen das nötige Wissen vermittelt wird und am Ende eine Prüfung stattfindet. Die Prüfung zur ADR-Bescheinigung ist bestanden, wenn von 30 Fragen mindestens 25 richtig beantwortet wurden. Die Gültigkeitsdauer einer ADR-Bescheinigung beträgt fünf Jahre. Die Bescheinigung berechtigt zum Transport aller Gefahrgüter mit Ausnahme der Klassen 1 (explosive Stoffe) und 7 (radioaktive Stoffe). Für diese Gefahrgüter müssen zusätzliche Prüfungen abgelegt werden.
Gefahrgutberatung
Die Gefahrgutberatung ist für jedes Unternehmen wichtig, das mit gefährlichen Gütern zu tun hat. Gefahrgutberater bieten neben Informationen und Schulungsveranstaltungen auch Software an, mit der sich die Gefahrgutorganisation innerhalb eines Unternehmens leichter und sicherer handhaben lässt. Auch bei der Auswahl von Personen für die Besetzung der Stelle eines Gefahrgutbeauftragten können Gefahrgutberater behilflich sein.

Die Gefahrgutberatung schließt unter anderem ein:

  • Betriebsbegehungen
  • Überprüfung der Gefahrgut-Organisation in einem Unternehmen
  • Qualitätssicherung Gefahrgut
  • Sicherheitskonzepte für die Anlagensicherheit
  • Überprüfung von Lagerungen gemäß der TRGS
  • Umweltbetriebsprüfungen
  • Stellung externer Gefahrgutbeauftragter
Gefahrgutbeauftragte
Jedes Unternehmen, das mit der Beförderung von Gefahrgut zu tun hat, benötigt gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 14 Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) in Verbindung mit der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) einen Gefahrgutbeauftragten; diese Pflicht kann unter bestimmten Umständen jedoch entfallen. Der Gefahrgutbeauftragte hat keine Weisungsbefugnisse, er ist beratend für das Unternehmen tätig. Er hat den Umgang mit Gefahrgütern zu überwachen, diese zu dokumentieren und auf Nachfrage den Überwachungsbehörden vorzulegen. Er soll außerdem beim Unternehmen Maßnahmen anregen, die Einhaltung der Gefahrgut-Vorschriften zu erleichtern und die Schulung der Arbeitnehmer für den Bereich Gefahrgut überprüfen. Im Falle eines schweren Unfalls hat er dafür Sorge zu tragen, dass ein Bericht über den Vorfall erstellt wird. Jedes Jahr hat er außerdem einen Jahresbericht über Gefahrgut zu erstellen.

Der Autor
José Reyes Schmitt

Jose Reys Schmitt von Dangerous Goods & Sfety Services

Dangerous Goods & Safety Services
          1. Schulung und Beratung
          1. Gefahrgut, Strahlenschutz,
          1. Arbeitsschutz und Ladungssicherung

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  • Ladungssicherung
  • Brandschutzhelfer
  • Arbeitssicherheitsunterweisungen
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  • Gefahrgutfahrer
  • Gefahrgutbeauftragte
  • Gefahrgutverantwortliche Mitarbeiter im Luftverkehr (PK 1 bis 12)

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Dangerous Goods & Safety Services
Pfaffenwiese 36
65931 Frankfurt am Main

Telefon: +49 69 26028629
Telefax: +49 69 25420783

Mail: j.reyes@dgs-frankfurt.de

Web: www.gefahrgutberatung-reyes.de

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